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Muss man Rosen mögen?

Sonntag, 1. Juni 2014 - 16:05

Karl ist heute in Micheldorf bei Schlierbach in Oberösterreich in einem Garten zu Gast, den sich Vater, Mutter und Tochter teilen und wo zusammen gegärtnert wird. Wie das funktioniert und wie sich die verschiedenen Vorlieben und Vorstellungen der Familienmitglieder unter einen Hut bringen lassen, das will Karl sich ansehen.

Seit dem Jahr 2002 gärtnert die Familie Lugerbauer auf etwa 2000 m² gemeinsam. Jeder hat dabei Raum für seine eigenen Vorstellungen und Pläsiere. Dem Vater haben es Schattenstauden und Bereiche zum Sitzen und Entspannen angetan, Mutter Erika ist für den Gemüsegarten zuständig und mag Rosen. Tochter Katrin ist Spezialistin für Stauden, besonders die Gattungen Geranium, Epimedium und Hosta haben es ihr angetan, und sie mag keine Rosen!

Einheimische Staudenschätze und ein Exot

„Mitgeholfen im elterlichen Garten habe ich natürlich schon immer, aber so richtig zu gartln begonnen habe ich vor einigen Jahren, als ich ein Staudenbeet anlegte, ein wenig Glück war dabei, denn es entwickelte sich prächtig, und seit da an gärtnerten wir gemeinsam“ erzählt Katrin. Besonders Schattenbeete mit Blattschmuckpflanzen und Stauden haben es ihr angetan. Eingebettet zwischen verschiedenen Hosta und Geranium – der heimische Braune Storchschnabel (Geranium phaeum) blühte bereits – entdeckt Karl eine kleine Besonderheit, einen Maiapfel (Podophyllum cultorum), eine auffällige dekorative Pflanze mit wunderschön fleckig gemusterten Blättern. Die Blüten hingegen sind gar nicht so leicht zu finden, dazu muss man schon genau hinsehen und auch die Hände zu Hilfe nehmen, da sie sich unter den Blättern verstecken. Eine weitere Staude, die zu Karls Besuch die inselförmig angelegten Staudenbeete, die langsam aber sicher die anschließende Wiese okkupieren, ist die ebenfalls heimische Rote Lichtnelke (Silene dioica). „Eine wunderbare Staude“ schwärmt Katrin „sie hat nicht nur eine tolle Farbe, sondern sie bringt auch schon im Frühjahr Höhe in die Beete, und wenn ich sie nicht mehr brauche, dann schneide ich sie einfach ab!“ Eine Frage aber brennt Karl wohl schon längere Zeit auf der Zunge: Warum mag sie keine Rosen? „Rosen sind stachelig, haben glänzende Blätter und drängen in den Vordergrund.“ Wenn überhaupt, dann gefallen ihr Wildrosen noch am besten, erläutert Katrin. Aber der Duft, wirft Karl ein? Nun auch andere Pflanzen riechen wunderbar, wendet Katrin ein – und damit hat sie wohl recht.

Vielfältige Gartenwelt

Über das Thema Rosen muss man mit Erika nicht diskutieren, denn ihr gefallen sie. Zu ihrem Gartenbereich zählt auch der Gemüsegarten, der heuer um ein praktisches Hochbeet erweitert wurde. Besonders stolz ist sie auf den neu angelegten Kräutergarten, in dem der Thymian zu blühen begonnen hat. Was sie sich im Garten noch wünschen würde? Ein Glashaus, denn das wärmebedürftige Gemüse hat mit den Wetterkapriolen im Alpenvorland doch das eine oder andere Problem.

Was Katrin am Garten gefällt? „Nun, man ist das ganze Jahr draußen, und man sieht sofort das Ergebnis seines Tuns und Handelns!“ Viele ihrer Informationen zum Garten und zu den Pflanzen bezieht Katrin aus dem Internet. „Hier bekommt man leicht und zielgerichtet jede Menge an Informationen auch auf spezielle Fragen“ weiß Katrin – und wenn man den Garten der Lugerbauers besucht, dann merkt man nicht nur, dass diese auf fruchtbaren Boden gefallen ist, sondern auch, dass unter einem Hut viel, sehr viel Platz ist!

Katrin ist übrigens begeisterte Bloggerin und ihre Homepage www.geranium.at und ihr Blog sind nicht nur informativ, sondern auch amüsant zu lesen und auf jeden Fall den einen oder anderen Besuch wert!