Buchtipps

„Gemüseraritäten im naturnahen Garten“
Dr. Brunhilde Bross-Burkhardt, av-Buch
ISBN 978-384048112-3

„Deko für draußen“
Shanthi Schwinge, BLV-Verlag
ISBN 978-3-8354-1196-8

 

Gartenkalender

 

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Ein Gartenwohnzimmer

Sonntag, 25. Mai 2014 - 15:30

Karl ist heute im oberösterreichischen Innviertel auf Gartenbesuch unterwegs, in der kleinen Gemeinde St Johann am Walde, die von den Einheimischen liebevoll „Saiga Hans“ genannt wird. Gründe, um nach „Saiga Hans“ zu kommen, gibt es vermutlich mehrere. Karl führt aber ein ganz besonderer Garten hier her, in dem alte Ziegel, Holz und Eisen zu neuem Leben erweckt werden.

Maria und Hermann Karrer sammeln diese von der Zeit gezeichneten, teilweise skurrilen, auf jeden Fall aber einzigartigen Fundstücke und gestalten und dekorieren damit ihren Garten. Maria wird, da sie aus Schwemmholz Skulpturen, vor allem Engel, gestaltet, auch Schwemmholzengel genannt.

Idylle und Genuss

Der Garten der Karrers ist nicht groß, er misst gerade mal 700m², eingezwängt zwischen einem romantisch dahinplätschernden Bach, der zwar schon so manche Forelle, aber auch schon das eine oder andere Hochwasser bescherte, und der Dorfstraße. Was früher einmal ein reiner Nutz- und Gemüsegarten war, präsentiert sich heute als sommerlicher Gartenwohnraum, in dem die Karrers der häuslichen Enge entfliehen können. Bunt und vielfältig ist er eingerichtet. Neben typischen Gartenelementen wie einer Kräuterspirale aus alten Ziegeln gebaut, einem gemauerten Hochbeet mit Gemüse und einem kleinen Teich findet man einen wunderbar genau gemauerten, originalen Pizza- und Brotbackofen, natürlich eine ganze Menge an Sitzecken, eine geräumige Sommerküche und sogar eine kleine Bar.

Kunst aus der Fülle der Natur

Eine ganz persönliche, künstlerische Note und einen besonderen Charme erhält der Garten durch die unzähligen kleinen Skulpturen aus Stein, Holz und Eisen. „Wir kaufen keine Garten-Deko“ berichtet Maria „wir holen sie aus dem Bach!“ Die wie Kiesel rund gewaschenen Ziegelsteine und die vom Wasser zu teilweise bizarren Formen geschliffenen Schwemmhölzer danken es mit einzigartiger Individualität.

Und die Pflanzen? Maria Karrers besondere Liebe gilt den Pfingstrosen und den Hortensien, besonders die Kletterhortensie hat sich entlang der Sommerküche bereits üppig ausgebreitet. Darüber hinaus gilt bei ihr der Spruch „…traue keinem Garten ohne Unkraut! Ich lasse vieles, was da kommt, einmal wachsen und blühen – wenn es mir nicht gefällt, kann ich es immer noch entfernen.“ erzählt sie Karl.

Eine weitere Besonderheit, die Karl ins Auge fällt, sind die Wanderpflanzen. Königskerzen, Akeleien und sogar der Rukola tauchen mal dort und einmal da auf, kommen und blühen ganz wie es ihnen gefällt, ja manchmal auch zwischen den Pflasterritzen auf der Terrasse.

„Für uns ist der Garten ein erweitertes Wohnzimmer, in dem wir so viel Zeit wie nur möglich verbringen, da die Räume im Haus doch recht eng sind. Wir genießen den Garten so lange und so oft wie nur möglich!“ – man glaubt es ihr aufs Wort und möchte am liebsten gleich sitzen bleiben…