Buchtipp zur Sendung

 

"Ein Garten ist niemals fertig"

Manfred Lucenz und Klaus Bender, Callwey-Verlag

ISBN 978-3-7667-2046-7

Gartenkalender

 

Der Flieder blüht, wir sind im Vollfrühling

 

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Folge Natur im Garten:

Der Garten ist mein Paradies

Sonntag, 4. Mai 2014 - 16:00

Das Paradies ist wohl jener Ort, an dem wir uns besonders wohl und geborgen fühlen, loslassen können und Kraft und Energie tanken – wunderbar, wenn es der eigene Garten ist. Karl darf heute in Fernitz, nahe Graz, einen solchen Garten besuchen und dabei ein Stück Paradies entdecken. Er ist zu Gast bei Familie Fedl.

Agnes Fedl ist geborene Ungarin und gelernte Landschaftsplanerin. Ihre Liebe zum Garten wurde bereits in der Kindheit, im Garten ihrer Großeltern, die sehr viel Gemüse anbauten, geprägt. Da ein Garten nicht nur der Spiegel seines Gärtners, sondern vor allem auch der Landschaft und Standortbedingungen ist, unterscheidet sich der kargere und trockenere Garten ihrer Kindheit deutlich vom heutigen Familiengarten. Im Jahre 1989 begann Familie Fedl mit dem Umbau des alten Bauernhauses und der Anlage des Gartens. Es sollte ein typisch steirischer Garten werden, mit Gemüse und gesäumt von Streuobstbäumen, der sich gut und ganz selbstverständlich in die offene Landschaft fügt.

Ein Garten mit vielen Funktionen

Dabei galt es natürlich auch, die unterschiedlichen Wünsche und Ansprüche seiner NutzerInnen unter einen Hut zu bekommen. Der Kinderbereich ist bunt und vielfältig, mit Baumhaus, Kletterwand und Sandhaufen, wo ihr Sohn, wie Agnes erzählt, in der Erde graben, boxen oder hoch hinaus klettern kann, ganz wie er möchte. Für ihren Mann hingegen, einen gelernten Techniker, musste sein Gartenbereich klar, geometrisch strukturiert und in der Pflanzenwahl eher monoton sein. Geschnittene Buchshecken mit Rosenunterpflanzungen und Rasenbereichen – wenige Pflanzen, wenige Farben - kennzeichnen seinen Gartenteil. Und wie sieht der Garten von Agnes aus? „Ich bin eine alles erfahren wollende, die vieles probiert. Ich mag eine romantische Unordnung – eine eigene Sprache, einen eigenen Stil. Dabei muss es nicht viel sein, oft reichen schon wenige Pflanzen.“ Was auf jeden Fall zu ihrem Garten gehört, ist der Gemüsegarten. Neben dem Nutzen sind der Duft und der Geschmack eine Erinnerung an ihre Kindheit. So hat jedes Familienmitglied einen Platz, einen Teil im Garten, aber die Grenzen verlaufen fließend und ergeben ein harmonisches Ganzes.

Kunst im Paradiesgarten

Eine besondere Note verleihen dem Garten die Schattenbilder. Eine Momentaufnahme der Familie Fedl in Lebensgröße, gebannt auf Stahlblech, die nicht nur ein Stück Erinnerung in den Garten bringt, sondern ihm auch eine künstlerische Note verleiht.

Was für Agnes das Paradies ausmacht? Sie beschreibt es als jenen Ort, wo man zu sich selbst finden und entspannen kann – für sie ist es ihr Garten und natürlich die Gartenarbeit, eine erholsame, meditative Tätigkeit. Fürwahr, das Paradies liegt wirklich nahe, oft gleich vor der Haustüre draußen im Garten, man muss es nur erkennen können!