Buchtipp

 

Wohnraum Terrasse
Nathalie Soubiran, Karine Villame
Verlag Busse-Seewald
ISBN 978-3-772 47 43 54

Gartenkalender

 

Die Linde blüht – es ist Hochsommer. Was ist jetzt im Garten zu tun?

 

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Ein Hauch vom Süden

Sonntag, 9. Juli 2017 - 16:00

Um den Schwimmteich surren Libellen, es plätschert das Wasser, die Maulbeeren sind reif und die letzten Rosen duften während schattige Plätze zum Verweilen einladen. Karl ist heute in Mistelbach, im niederösterreichischen Weinviertel auf Gartenbeuch bei Irmgard Hackl, ein Garten wie ein Urlaub, mit einem Hauch vom Süden.

Vor rund 25 Jahren sind die Hackls hier eingezogen und haben vorerst auf nur etwas mehr als 600 m² begonnen ihre Gartenträume zu verwirklichen. Und diese waren hochgegriffen, denn Irmgard hatte Bilder von Schloss- und Landschaftsgärten im Kopf und es galt diese auf den kleinen Gartenraum niederzubrechen.

Heute, Jahre später hat sich nicht nur der Garten verändert sondern auch Irmgard selbst. „Es war ein Lernprozess“ erzählt sie Karl und weiter „um Gelassenheit und Langsamkeit  zu akzeptieren. Das Gesamtbild des Gartens ist wichtig, nicht einzelne Pflanzen – der Garten muss mit sich selbst im Einklang sein!“

Vor rund 14 Jahren erfuhr der Garten durch die Einbeziehung des Nachbargrundstückes eine bedeutende Erweiterung – viel Platz für Gartenträume die auch zügig umgesetzt wurden. Stimmungsvolle Ziegelmauern und verschiedene Hecken verbinden und trennen die einzelnen Gartenräume harmonisch und sinnvoll. "Einfach darauf los rennen geht nicht, Durchblicke führen das Auge, Schmuckobjekte, Bänke oder Lauben bremsen das Tempo!" Der Rosengarten entstand mit Brunnen, kleinem Gartenhaus und Buchsgerahmten Beeten. Neben den Rosen – Englische wegen des Duftes und Historische wegen der Schönheit - setzt Irmgard gerne auf wuchernde Pflanzen etwa den Rosenwaldmeister, oder die Katzenminze, denn diese decken den Boden zu und sind ein Magnet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Für die Struktur ist der Buchs, geschnitten als kleine Hecke oder in kugelform, zuständig. „Wenn der Rahmen stimmt, kann es innerhalb der  Beete ruhig etwas üppiger und unordentlicher zugehen“ beschreibt Irmgard ihre Philosophie.

Und schließlich ist die Pflege neben dem Beruf natürlich auch ein Zeitproblem. Apropos Pflege – verwöhnt werden die Pflanzen bei Irmgard nicht „man muss sie erziehen“ meint sie. So wird am Anfang nicht gedüngt und nur sparsam gegossen, damit sie in die Tiefe gehen und sich selbst versorgen können.

Apropos Tiefe, da dem Garten Niveauunterschiede fehlen wurde der Senkgarten im Schatten einiger Bäume gegraben. Ein Unterfangen, das sich als ebenso schweißtreibend wie aufwändig entpuppte, denn der Untergrund war hart und lehmig und außerdem  musste die Senke groß genug sein, damit für Umfassungsmauer und Bepflanzung noch genügend Raum verblieb. Bepflanzt wurde mit Bodendeckern in den Farben grün-weiß-grau denn diese unterstreichen das Lichtspiel im Schatten und wirken optisch kühlend, was man an heißen Sommertagen zu genießen lernt, entstand ein magischer Anziehungspunkt vor allem in der Dämmerung, ein geschützter Platz, von dem aus der Garten aus einer anderen Perspektive erlebt wird, wo Düfte und Blätterrascheln besonders intensiv wahrgenommen werden.

Intensiv wahrnehmen und besuchen kann man diesen Garten übrigens auch im Internet unter www.schaugarten-hackl.at und zu den Tagen der offenen Gartentüre, die Termine finden sich im Internet – ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!

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