 |  |  |  | | | | | | | | | | „Recycling“ Mit Veronika Weiss | | | 




| | In einem richtigen Naturgarten gibt es keine Abfälle. Wie man z. B. Totholz als Recycling-Material im Garten einsetzt und sogar als Gestaltungs-Element verwendet, zeigten Karl Ploberger und Veronika Weiss. „Natur im Garten“ war diesmal Gast in einem Garten im niederösterreichischen Langenzersdorf, wo der natürliche Kreislauf eine große Bedeutung hat.
Hier, wo gerade die heimische Trauben-Kirsche und die Felsenbirne blühen, findet selbst der jährliche Baum- und Strauchschnitt nützliche Verwendung – er wird einfach als Sichtschutz-Mauer aufgeschichtet. Ein abgerissenes Fundament wurde zum Steinhaufen, in dem sich Kröten verstecken können. Totholz bildet auch den Hintergrund von Veronikas Lieblingsplatz im Garten – Sie liebt es, hier zu beobachten, wie sich in dem alten Holz die Lebewesen tummeln. Die Tierwelt betrachtet sie auch gerne im Feucht-Biotop. Die beiden Gartenexperten zeigten, welche Pflegearbeiten jetzt im Frühjahr gemacht werden sollten: Abgestorbene Pflanzenteile werden abgefischt, genauso wie Algen, die an der Wasseroberfläche schwimmen – Frau Weiss legt diese danach sogar noch einen Tag an den Rand des Teiches, damit die darin verborgenen Tiere wieder ins Wasser zurück gelangen können.
Karl Ploberger war auch begeistert von der einfallsreichen Frühjahrs-Bepflanzung des Gartens – besprochen wurden:
Kaiserkrone: Fritillaria imperialis Lutea Steppenkerze: Eremurus robustus
Zum Abschluss pflanzten die beiden noch zwei heimische Königskerzen, die im Sommer wunderbar blühen werden: Die Purpur-Königskerze (Verbascum phoeniceum) und die Seidenhaar-Königskerze (Verbascum bombyciferum).
Uschi gräbt um:
Uschi zeigte uns in dieser Folge, wie man aus der Schlüsselblume einen Blütenessig herstellen kann. Sie ist nicht überall häufig zu finden und steht in manchen Regionen sogar unter Naturschutz. Sie liebt trockene Wiesen und lichte Wälder. Im eigenen Garten gepflanzt, kann sie unbedenklich geerntet werden. Die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit einem Schlüsselbund gab der Pflanze ihren Namen. Die Schlüsselblume erkennt man an den aufgeblasenen Kelchen, ihren dottergelben, stark duftenden Blüten und den 5 orangefarbigen Tupfen im Blütenhals. In Form von Tee, Aufguss oder einer Tinktur hilft die Schlüsselblume bei leichter Migräne, Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit und Verstimmtheit. Gegen Letztere hilft auch schon ein Bund frisch gepflückter Blüten am Nachtkästchen oder ein mit getrockneten Blüten gefülltes Schlafkissen.
Ihr Lieblingsrezept aus den Blüten der Himmelschlüssel ist ein Blütenessig. Dazu benötigen Sie: • frisch gepflückte Blüten • 2 Spalten von einem Apfel • ½ l Weinessig • ein sterilisiertes Glas mit Schnappverschluss • und eine Glasflasche mit Korkverschluss
Füllen Sie das Glas mit den Blüten. Der Essig wird zum Kochen gebracht und bereits etwas abgekühlt über die Blüten und Apfelspalten im Glas geleert. Dann wird das Glas verschlossen und soll ca. 4 Wochen an einem hellen Ort „ruhen“. Zwischendurch wird das Glas ein wenig geschüttelt. Nach 4 Wochen wird der Essig durch ein Sieb in eine sterile, dunkle Flasche gefüllt und die Flasche verkorkt. |
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